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Building Information Modeling (BIM)

Eine leistungsfähige Infrastruktur ist eine wesentliche Grundlage für den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist es erforderlich, Planungs- und Ausführungsprozesse zu optimieren und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Ein zentraler Schlüssel dafür ist BIM als digitale Arbeitsmethode. 

Informationen zur Einführung von BIM als Regelprozess im Infrastrukturbau finden Sie im Video zum Dialogforum vom Mai 2026 bei Youtube.

BIM ist dabei nicht nur ein digitales Modell, sondern eine Methodik, die Planung, Ausführung und Informationsmanagement strukturiert miteinander verbindet. Ein zentraler Baustein ist die Common Data Environment (CDE). Die CDE ist ein Bestandteil der BIM-Arbeitsmethodik und dient als gemeinsame Datenumgebung für den strukturierten Austausch, die Versionierung und die Verfügbarkeit von Informationen. In der Praxis laufen darüber verschiedene Fachverfahren und abgestimmte Workflows, sodass nicht nur Modelle, sondern auch begleitende Dokumente und Prüfschritte konsistent zusammengeführt werden können. Im FBA wurde die Entwicklung einer an unsere Anforderungen angepassten CDE (FBA.CDE) erfolgreich durchgeführt. 

Weitere Informationen zu BIM sind unter folgenden Links zu finden:
https://www.bundesfernstrassen-digital.de/
https://via.bund.de/bim/infrastruktur/landing 

In der modellbasierten Arbeitsweise werden geometrischen Objekten alphanumerischen Informationen zugewiesen.

Zur einheitlichen Strukturierung dieser so entstehenden Bauwerksdatenmodelle im Bundesfernstraßenbau wird über das BIM-Portal des Bundes der Objektkatalog BIM Bundesfernstraßen zur Verfügung gestellt. Er definiert den erforderlichen Informationsbedarf (Level of Information Need – LOIN) in Form von Objekten, Merkmalsgruppen und Merkmalen über einen typischen Projektverlauf. Die Verantwortung für Veröffentlichung und fortlaufende Pflege dieses Kataloges liegt in der Hand der Pflegestelle Straße, die wiederum vom FBA geleitet wird.  

Im Planungs- und Ausführungsprozess werden digitale Modelle bereits zunehmend eingesetzt; im Genehmigungsprozess bestehen jedoch besondere Anforderungen an Informationsgehalt, Prüflogik und Verfahrenssicherheit. Genau hier setzt das Forschungsprojekt BeGeBIM an. Das Projekt „Beschleunigung von Genehmigungsprozessen im Straßenbau durch digitale Modelle“ wurde von Juni 2023 bis Mai 2026 gemeinsam von Schüßler-Plan Digital Düsseldorf, der Ruhr-Universität Bochum und dem Fernstraßen-Bundesamt bearbeitet. Ziel war es, grundlegende Anforderungen und Lösungen für eine digitale, modellbasierte Genehmigung im Straßeninfrastrukturbau zu entwickeln.

Dabei wurden BIM-Modellanforderungen herausgearbeitet, konventionelle Genehmigungsprozesse rechtlich analysiert, digitale Prüfroutinen entwickelt und deren Einsatz in einem modellgestützten Genehmigungsprozess bewertet. Das Vorgehen wurde exemplarisch an einem Bauvorhaben erprobt. Ziel ist es, die Vorteile von BIM auch im Genehmigungsprozess optimal zu nutzen und gleichzeitig Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Akzeptanz von Baurechtsverfahren zu erhöhen. 

Weitere Informationen sind auf der Webseite www.begebim.de zu finden.

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